Sonntag, 18. Mai 2014

Innovative Milieus, distanzabhängige Spillover-Effekte und die Eigentorthese des Wissens

Von Ralf Keuper

Für die flächendeckende Verbreitung technologischer Innovationen hat sich der Begriff der Spillover-Effekte etabliert. Robert K. von Weizsäcker und Martin Steininger haben diesen Effekt in ihrem Beitrag Profilbildung und regionale Standortstrategie durch Wissen. Das Beispiel der Technischen Universität München näher untersucht. Darin formulieren sie am Beispiel der Region München die These, dass räumlich begrenzte Wachstumsimpulse u.a. das Ergebnis einer strategischen Akkumulation regionalen Humankapitals sind, d.h. es existiert ein standortgebundenes (implizites) Wissen. Dieses Wissen ist nicht ohne weiteres auf andere Standorte übertragbar bzw. nicht imitierbar. 

Der Haken daran ist nur, dass das Wissen die Pfadabhängigkeit einer Region erhöht. Von Weizsäcker und Steininger sprechen in dem Zusammenhang auch von der Eigentorthese des Wissens.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen